Bei der "Mustang Rumänien Tour 2018" handelt sich es um die Zusammenfassung einer 9 Tägigen Rundreise durch Rumänien.

Mit 16 Mustangs und 29 Personen ging es auf diese abenteuerliche und unvergessliche Reise.  

Tag 1-3

Das lange warten auf diese Tour hatte endlich ein Ende und es ging am 29.06.18 ab dem Rastplatz Siegburg West mit 7 Mustangs los in Richtung Ungarn. Nach 1050km kamen wir am ersten Hotel an und trafen dort auf die restlichen 9 Mustangs die aus den anderen Teilen Deutschlands und sogar aus der Schweiz angereist waren. 

Am nächsten Tag (30.06.18) ging es dann los in Richtung Rumänien, wo wir erstmal von Adrians Kollegen mit einem zünftigen Buffet bestehend aus rumänischen Leckereien empfangen wurden.

Am 01.07.18 ging es dann zur Salina Turda (Salzbergwerk) das dann erstmal ausgiebig besichtigt wurde.

 

Das Salzbergwerk Turda (rumänisch Salina Turda) in der nordwestrumänischen Stadt Turda (Thorenburg) im Kreis Oui; ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke in Siebenbürgen. Die Temperatur im Salzbergwerk liegt konstant bei 10-12 Grad Celsius. Bereits in römischer Zeit wurde hier und in der Umgebung Salz gewonnen. 1690 begannen die Arbeiten am heutigen Bergwerk. Bis 1862 wurde das Salz in den drei Stollen

Josif, Teresia und Anton gewonnen. Später wurde die Gewinnung nach und nach eingestellt, weil das Salz mit Lehm verunreinigt war und andere Bergwerke an Bedeutung zunahmen. 1932 kam der Salzabbau gänzlich zum Erliegen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Stollen als Luftschutzbunker genutzt; nach dem Krieg dienten sie bis 1992 als Käselager und wurden schließlich zum Schaubergwerk mit Bergwerksmuseum ausgebaut.



Tag 4

Nach den vielen Kilometern in den letzten 3 Tagen, ging es heute etwas ruhiger zu. Wir machten eine sehr interessante und sehenswerte Stadtrundführung durch die Stadt Sighisoara. Der Guide hatte sehr viele interessante Infos und da er wirklich viel Spaß an seinem Job hatte, war es eine recht kurzweilige Führung.

Danach ging es dann in Richtung unseres nächsten Hotels. Bevor wir da ankamen, gab es noch leckeres Essen und eine kleine Besichtigung bei einer Forellenzucht.

 

Sighisoara fsigilbaral (deutsch Schäßburg, lateinisch erst Castrum Sex, später Saxoburgum), auch „Rothenburg von Siebenbürgen" genannt, hat so viele gut erhaltene Baudenkmäler, dass kurzerhand die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz gestellt und ihr einzigartiges historisches Zentrum 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Die literarische Gestalt ..Dracula" von Bram Stoker wird mit Schäßburg in Verbindung gebracht, Vlad Tepes (Vlad III. Dräculea, der Pfähler), Sohn des Vlad II. Dracul (der Drache), wurde dort geboren. Zwischen 1431 und 1436 soll er in der Stadt gewohnt haben. Die Planung eines ,J3racula"-Freizeitparks in den Jahren 2001/03 stieß bei der einheimischen Bevölkerung auf heftige Kritik.

Die Stadt war seit ihrer Gründung jahrhundertelang überwiegend von Siebenbürger Sachsen bewohnt. Bis 1930 stellten sie noch die zahlenmäßig größte ethnische Bevölkerungsgruppe. Danach erlangten die Rumänen die Mehrheit. Trotz stetiger Auswanderung seit Mitte der 1970er Jahre lebten 1977 noch 5492 ( 17,7 %) Deutsche in der Stadt.J4J Nach dem Fall des Kommunismus in Rumänien setzte eine massive Auswanderungswelle ein. Entsprechend der Statistik von 1992 gab es damals noch 1327 deutschstämmige Bewohner, f 51 Ihr Anteil sank aber in den 1990er Jahren weiter schnell und stetig, bis er mit etwa 1,9 % sogar hinter den der Roma zurückgefallen war. Am 27. März 2002 hatten nur noch 623 Deutschsprachige ihren Wohnsitz in Sighisoara.


Tag 5

Heute ging es nach dem Frühstück in Richtung der Stadt Sinaia, wo wir den Mustang Club Romania treffen. Dieser hat aus dem Treffen ein kleines Stadtfest organisiert, dafür wurde die halbe Stadt für den normalen Verkehr gesperrt und auf der Hauptstraße wurden dann alle Autos und Fahrer vorgestellt. Nach diesem Spektakel und noch etwas gemeinsamer Zeit in der Stadt ging es zum Schloss Peles. Bis wir aber am Ziel ankamen, wurde gerade den Fahrer von tiefer gelegten Mustangs nochmal alles abverlangt, denn der Weg dorthin war eher für Pferdefuhrwerke ausgelegt. 

Nach der Schloss Besichtigung ging es wieder zurück zum Hotel, wo wir dann am Abend zusammen mit den Rumänen einen geselligen Abend mit leckeren Speisen verbrachten. Ein sehr gelungener Tag!!!

 

Sinaia liegt in den Südkarpaten im Tal des Flusses Prahova. Noch heute macht der elegante Orient-Express eben Stopp in Sinaia, dem kleinsten Haltepunkt auf der ganzen Strecke. Um die Kleinstadt liegt ein beliebtes Skigebiet, das Bucegi- Gebirge. Von Sinaia (767-860 m) führt eine Seilbahn bis auf eine Höhe von 2000 m, außerdem gibt es mehrere Skilifte. An der Bahnstrecke Ploiesti-Brasov gelegen, halten hier sämtliche Regional-, Interregio- und Intercitv-Züge von und nach Prag bzw. Wien. An der Europastraße 60 befindet sich Sinaia 44 Kilometer südlich von Brasov (Kronstadt) und 65 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Ploiesti entfernt. Auf den Straßen, die auf die rumänischen Gipfel führen, sind oft Bären unterwegs. Auch wenn viele sagen, dass sie menschenscheu sind, kann es mal passieren, dass sie wirklich ans Autofenster kommen und um Essen betteln. Vorsicht: füttern kann gefährlich werden!

 

Das Schloss Peles wurde zwischen 1873 und 1883 für König Carol I. von Rumänien (1869 vermählt mit-Schriftstellerin und Künstlerin Königin Elisabeth von Rumänien, 1843 auf Schloss Monrepos bei Neuwied geboren) erbaut. Der Bauherr beauftragte den Wiener Architekten Carl Wilhelm Christian Ritter von Dodererf* 1825, f 1900) mit der Schlossplanung. Nach 1876 übernahm Doderers Assistent Architekt Johannes Schultz die weiteren Bauarbeiten und veränderte die ursprünglichen Pläne. Die offizielle Einweihung des Schlosses fand am 7. Oktober 1883 statt. Der tschechische Architekt Karel Liman erhielt zwischen 1893 und 1914 den Auftrag weitere Bauarbeiten, einschließlich der Errichtung des Hauptturms, durchzuführen. Bis zu Carols Tod im Jahr 1914 diente das Schloss als dessen Sommerresidenz. 1947 beschlagnahmte das kommunistische Regime das Schloss. Für den 2008 erschienenen Film Brothers Bloom wurden einige Szenen am Schloss gedreht. Dabei wurde in einer Szene mittels visueller Effekte das Schloss gesprengt. 2011 diente das Schloss als Kulisse für den Film Eine Prinzessin zu Weihnachten mit Roger Moore in der Hauptrolle. Die 2017 erschienene Netflix-Produktion A Christmas Prince hatte ebenfalls das Schloss als Kulisse.


Tag 6

Heute war der große Tag der absoluten Highlights und zum warm werden fuhren wir erstmal zu Draculas Schloss. Da dort die umliegenden Parkplätze sehr rar sind, bekamen wir die exklusive Genehmigung im Innenhof zu parken. Nur leider war die Zufahrt dorthin für das eine oder andere tieferliegende Pony nicht ganz so leicht zu bewerkstelligen. Aber die eifrigen Mitarbeiter des Schloss fanden schnell eine passende Lösung. Nachdem die meisten Ponies auf der Wiese geparkt waren, ging es zu einer interessanten Führung durch das Schloss des Blutsaugers.

Nach einer kleinen Stärkung mit kühlen Getränken ging es dann in Richtung Transfagarasan (von Top Gear zur schönsten Straße der Welt gekürt) die wir mit einem fetten Grinsen und Gänsehaut pur hoch fuhren. Bei diversen Stops wurde dann ausgiebig die fantastische Aussicht genossen. Diese Straße mit den Ponies zu befahren, war ein absoluter Traum und mit Worten nicht zu beschreiben. 

Oben angekommen wurden dann erstmal unser Quartier auf 2034m Höhe an einem wunderschönen Bergsee bezogen.

 

Der Bâlea-See (auch Bulea-See, rumänisch Lacul Bâlea, rumänische Ortsbezeichnung auch Bâlea Lac) ist ein Gletschersee in den rumänischen Karpaten. Der See liegt im Fägäras-Gebirge an der Transfogarascher Hochstraße (Transfögäracari) zwischen den Bergen Negoiu und Moldoveanu, den beiden höchsten Bergen in den rumänischen Karpaten. Die Transfogarascher Hochstraße ist nur im Sommer bis zum Bâlea-See befahrbar (und ist wohl mit ihren ca. 100km Länge, 28 größeren und etwa 500 kleineren Brücken und Tunnel eine der spektakulärsten Passstrassen der Welt). In der übrigen Zeit ist der See nur von Norden her vom Bâlea-Wasserfall (Bâlea Cascada) aus per Seilbahn erreichbar.

Die Umgebung des Sees bietet Schneesicherheit bis in den Juni. Neben kleinen Naturpisten rund um die Balea-Hütte gibt es auch eine ca. 10 km lange Abfahrt bis zum Bâlea-Wasserfall.

Der vom See aus nach Norden hinunterführende Abschnitt der Transfogarascher Hochstraße (TRANSFAGARASAN) trägt die Bezeichnung Straße in die Wolken, weil die sich in Serpentinen hinunterwindende Straße manchmal in den Wolken zu enden scheint, die über dem Tal liegen.

Auf einer kleinen Halbinsel im See befindet sich die bewirtschaftete Balea-Hütte, die sowohl als beliebtes Ausflugsziel als auch als Stützpunkt für Wanderungen in den umliegenden Bergen dient. In unmittelbarer Nähe wurde im Winter 2006 das erste Eishotel Osteuropas errichtet. Das in Form eines Iglus erbaute Hotel bietet 16 Personen Platz.


Tag 7

Heute konnte sich nach den vielen Stunden im Auto mal etwas mehr bewegt werden. Es ging nach dem Frühstück mit der Gondel runter zur Talstation und dann zu Fuß wieder ein ganzes Stück hoch zum Balea Wasserfall (höchstgelegene in Rumänien). Wunderschöner Anblick, der sich aber durch einen sehr steilen Anstieg (teilweise Fortbewegung auf allen Vieren) erkämpft werden musste.

Anschließend ging es weiter mit den Autos auf der Südseite der Karpaten runter bis zum Stausee Vidaru.

Nach einem weiteren Zwischenstop an der Kathedrale Curtea de Arges ging es dann wieder hoch in luftige Höhen nach Ranca zum Tor der Transalpina. 

 

Im Schatten der Fagaras-Berge gelegen befindet sich die Vidraru-Talsperre, über die die Transfagarasan verläuft. Ein großartiges Ziel, für einen Wochenendausflug perfekt geeignet. Der Stausee wurde 1965 nach dem Bau der Vidraru-Talsperre am Fluss Arges gebaut und der Bau dieses riesigen Bauwerks dauerte nicht weniger als fünfeinhalb Jahre. 80 Menschen sind während des

Baus gestorben. Als sie fertiggestellt wurde, erreichte die Talsperre den achten Platz in Europa und Platz 20 in der Welt. Die Talsperre hat eine Höhe von über 160 Metern und eine Länge von 305 Metern. Die Transfogarascher Hochstraße führt durch einen Tunnel durch die Talsperre. Der Vidraru-See und die Talsperre gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen in der Region in Rumänien, nicht nur wegen der außergewöhnlichen Landschaften, sondern auch wegen der Möglichkeit, verschiedene Sportarten in der Umgebung auszuüben. Der erste Ort, den man besuchen kann, wenn man zum Damm kommt, ist die „Belvedere-Plattform", von der aus man eine unglaubliche Aussicht auf den Vidraru-See und die Fagaras-Berge bewundern kann. Darüber hinaus bieten die Straßen rund um diesen See eine wunderbare Landschaft. Auf der Spitze eines Turms kann man das Elektrizitätsdenkmal sehen, eine riesige Statue, die Prometheus mit Blitz in der Hand zeigt, vom Bildhauer Constantin Popovici gemacht. An der Talsperre hat es für die Adrenalin- Liebhaber die Möglichkeit gegeben, Bungee-Jumping zu betreiben. Das ist leider nicht mehr möglich. Stattdessen kann mit einem kleinen Boot oder dem Tretboot auf dem See gefahren werden, um die wunderschöne Landschaft zu bewundern, die sich im blaugrünen Wasser des Sees widerspiegelt.

 

Die Kathedrale von Curtea de Arge? (Bischofskirche, Catedrala Curtea de Arges, ca. 1512-1526 erbaut) ist eines der berühmtesten Gebäude in Rumänien. Sie steht auf den Grundmauern eines Klosters und liegt ungefähr anderthalb Kilometer nördlich der Stadt. Aufjeder Turmspitze thront ein umgedrehter, birnenförmig geformter Stein. Er symbolisiert ein dreifaches Kreuz, das für die

Dreifaltigkeit steht. Die Kathedrale ist auch die Grabstätte der rumänischen Königsfamilie König

Michael wurde hier 2017 beigesetzt.

 Fürst Vlad Tepes alias Dracula soll in den Jahren 1436 und 1443 Anbauten und Befestigungen hinzugefügt haben.

In der Nähe der Kathedrale befindet sich ein großer Königspalast im maurischen Stil. Die Bestände der Kathedrale wurden von Ungarn und Türken geplündert, aber einige Inschriften der Griechen. Slawen und Rumänen sind erhalten geblieben.

Die Legenden der Kathedrale besagen, dass ein Architekt namens Manóle den Auftrag bekam, eine Kirche zu erbauen. Manóle schaffte es nicht, die Mauern fertigzustellen, so drohte der Fürst ihm und seinen Assistenten mit dem Tod. Schließlich schlug Manóle vor, einem alten römischen Brauch zufolge, eine lebende Frau in die Fundamente "einzuarbeiten" und die, die am folgenden Morgen als erste erscheinen würde, sollte eingemauert werden. Die anderen Steinmetze warnten daraufhin ihre Familien, und Manóle wurde gezwungen, seine eigene Frau Ana zu opfern, die an dem Morgen als Erste erschien. Daraufhin konnte die Kathedrale fertiggestellt werden. Als Manóle und seine Steinmetze dem Fürsten berichteten, sie könnten sogar ein größeres Gebäude errichten, wurden sie daraufhin auf dem Dach festgesetzt, so dass sie nichts mehr bewerkstelligen konnten. Sie konstruierten sich daraufhin hölzerne Flügel, um vom Dach herunterzufliegen. Aber einer nach dem anderen stürzte ab. Eine Quelle klaren Wassers wurde nach Manóle benannt, weil er der Legende nach genau an dieser Stelle abgestürzt sein soll.


Tag 8

Nach einer Übernachtung in luftiger Höhe, ging es am nächsten Tag bei schönstem Wetter weiter über die Transalpina. Das hieß in dem Fall, weitere 110km Straße und landschaftliche Schönheit vom Feinsten. 

Nach diesem Hochgenuss ging es dann aber leider auch schon wieder in Richtung Ungarn und damit wurde das Ende einer phantastischen Tour durch Rumänien eingeläutet. 

Nochmals tausend Dankeschön an Adrian Postavaru und seiner Frau Joana, die diese Tour geplant und die Durchführung gemeistert haben. Es wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben!!!